Schimmelpilzsanierung - Sanierungsgrundsätze
Für eine nachhaltige Sanierung von Schimmelpilzschäden ist es zwingend notwendig die Ursache für den Befall mit Schimmelpilzen zu beseitigen. Zu diesem Zweck muß in der ersten Phase eine bautechnische Untersuchung der Feuchtigkeitsursachen durchgeführt werden. Diese sollten erkannt und sachgerecht behoben werden. Nur so wird den Pilzen die Lebensgrundlage dauerhaft entzogen. Da bei Abtrocknung der Bausubstanz die Mobilität von Schimmelpilzsporen und –fragmenten zunimmt und hierdurch auch die Gefahr einer Verfrachtung, sollte der Schimmelpilzbefall möglichst vor den Bautrocknungs- maßnahmen entfernt werden. Ein Drittel des Volumens des Pilzes befindet sich auf der Materialoberfläche, der größte Teil wächst in das Innere des Nährbodens.
Deshalb müssen grundsätzlich alle mit Schimmelpilz beaufschlagten (sorptions- fähigen) ausbaubaren Materialien entfernt werden.
Was sind Pilze ?
Schimmelpilzbelastungen
Untersuchung, Bewertung & Sanierung
Bauliche Mängel oder Schäden
Es genügt nicht nur, die mit Schimmelpilzen behaftete Tapete zu entfernen, die Oberfläche des Untergrunds muss abgetragen werden um nicht nur die Sporen sondern auch Pilzfruchtkörper oder Fruchtkörperteile und an staubgebundene Mycelbruchstücke der Pilze zu entfernen. Wegen der hohen Exposition an Sporen Fruchtkörpern und an staubgebundene Mycelbruchstücken, die an die Raumluft abgegeben werden, sind sowohl technische- als auch persönliche Schutzmaßnahmen zu treffen. Diese Schutzmaßnahmen dienen dem Schutz der Sanierer und der Bewohner. Das Tragen der Schutzkleidung schützt die Sanierer vor Emissionen und unmittelbaren Hautkontakt und somit vor den damit verbundenen Gesundheitsgefährdungen. Um eine Verfrachtung von Schimmelpilzfragmenten in benachbarte Räume zu vermeiden, muss vor Beginn der Arbeiten eine staubdichte Abtrennung des Sanierungsbereiches gegenüber anderen Bereichen vorgenommen werden. Um die Raumluftbelastung im Sanierungsbereich gering zu halten und die Luft während der Arbeiten zu reinigen ist für eine gerichtete Luftführung, mittels Unterdruckhaltegerät mit einem HPEA – Filter zu sorgen. Nach der Sanierung ist eine gründliche Feinreinigung mittels K1-Sauger und Feuchtwischen aller glatten Oberflächen durchzuführen, anschließend eine Behandlung der Oberflächen mit einem desinfizierenden Mittel.
Grundsätze der Sanierung:
- Beseitigung der Feuchtigkeitsursache
- Abtrennung des Sanierungsbereiches gegenüber anderen Bereichen
- Aufbau einer gerichteten Luftführung mittels
Unterdruckhaltegerät (UHG) - Abtragen aller kontaminierten Materialien
- Reinigung der Raumluft mittels UHG Feinreinigung mittels K1-Sauger
- Nachbehandlung mit einem desinfizierenden Mittel
Wie man sieht ist eine fachgerechte nachhaltige Sanierung sehr umfangreich.
Deshalb sollte bei grösseren Befallstellen und bei einem Befall mit pathogenen Keimen die Beseitigung immer durch eine Fachfirma, die Erfahrung in der Schadstoffsanierung hat erfolgen.

